Wochenblattbericht vom 20.11.2011

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Bericht vom 16.05.2011 Cannstatter Zeitung

Tänzerinnen und Tänzer der Tanzschule Wolf legten am Samstag auf dem Marktplatz eine heiße Sohle aufs Kopfsteinpflaster. Foto: Schütze
(jps) - Für überraschte Gesichter bei den morgendlichen Marktbesuchern haben am Samstag die Netzwerkerinnen Bad Cannstatt mit einer besonderen Aktion gesorgt: Fünf Minuten lang verwandelten rund 30 Tänzerinnen und Tänzer der Tanzschule Wolf den Marktplatz spontan in eine große Freiluft-Tanzfläche.

Um Punkt 11 Uhr erklangen aus der eigens aufgebauten Musikanlage die ersten Takte von „She‘s got nothing on (but the radio)“ von Roxette und binnen Sekunden hatten sich die Tänzerinnen und Tänzer zu Paaren formiert, um zwischen und neben den Marktständen gemeinsam einen flotten Cha-Cha-Cha aufs Parkett - Verzeihung, aufs Kopfsteinpflaster - zu legen. Während sich noch die ersten Passanten ob der überraschenden Aktion verwundert die Augen rieben, war die Musik auch schon wieder aus. Eine resolute Dame hatte kurzerhand den Stecker gezogen, um weiter „in Ruhe“ einkaufen zu können. Was die Tänzer und Veranstalter keineswegs selbst aus der Ruhe brachte und nachdem die Musik wieder lief, konnte die kurze Tanzeinlage zu Ende geführt werden.

Sehr zur Freude der restlichen Passanten, welche die morgendliche Abwechslung beim Markteinkauf durchaus wohlwollend zur Kenntnis nahmen und lächelnd im Takt der Musik mitwippten. „Sehr zufrieden“ waren dann auch Alexandra Licina von den Netzwerkerinnen und Sascha Wolf, der Leiter der ausführenden Tanzschule, mit dem Verlauf. „Wir haben in den letzten zwei Wochen täglich trainiert, um die spontane Tanzeinlage perfekt präsentieren zu können“, sagt Wolf. Zwar traute sich von den Zuschauern niemand selbst mitzutanzen. Geht es nach dem Wunsch der Veranstalter, soll sich dies aber bald ändern.

Denn mit der außergewöhnlichen Aktion sollte Werbung für „Cannstatt tanzt...“, die künftigen Tanzabende der Netzwerkerinnen gemacht werden, die ab dem 26. Mai donnerstags auf dem dann autofreien Marktplatz stattfinden. Zwischen 19 und 21 Uhr gibt es kostenfreien Tanzunterricht für Jedermann. Dazu wird der Platz extra großflächig mit Holzparkett ausgelegt.

Die weißen T-Shirts sollten zudem noch einmal auf die am kommenden Samstag erstmalig stattfindende „Nuit Blanche“ aufmerksam machen, bei der die Netzwerkerinnen auf dem Marktplatz ein abendliches Dinner mit französischer Musik ausrichten - komplett in weiß. „Wir hoffen auf ein interessiertes Publikum“, sagt Licina. „Als begeisterte Cannstatterinnen wollen wir, dass die Leute zusammenkommen und zusammen Spaß haben.“

Quelle: Cannstatter Zeitung

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Bericht Cannstatter Zeitung vom 23.05.2011

Merci beaucoup - der Dank der gut 250 Gäste, die am Samstag die 1. Cannstatter Nuit Blanche auf dem Marktplatz besuchten, darf den Netzwerkerinnen gewiss sein. Denn es war eine stimmungsvolle und rundum gelungene Veranstaltung, die von den ganz in weiß gekleideten Gästen mit viel Lob bedacht wurde.

Von Uli Nagel
Am Nachmittag war die Stimmung unter den Netzwerkerinnen jedoch am Gefrierpunkt angelangt. Zuerst war der Spezialtanzboden auf Grund eines Missverständnisses nicht geliefert worden, dann öffnete der Himmel seine Schleusen. Sinnflutartige Regenfälle sowie jede Menge Hagel setzten Cannstatt unter Wasser. An ein gepflegtes Dinner unter freiem Himmel, begleitet von feiner französischen Musik, war da nicht mehr zu denken. „Gott sei dank hörte das Unwetter gegen 17 Uhr auf“, sagte Alexandra Licina. Doch jetzt hieß es Vollgas geben und tatsächlich, als gegen 18 Uhr die ersten Gäste - stilsicher ganz in Weiß gekleidet - auf dem Marktplatz mit Picknickkorb, Klappstühlen und Tischen auftauchten, waren die Vorbereitungen fast abgeschlossen.
Und allmählich begann sich der Platz zu füllen, Tische wurden festlich mit Stilgläsern und Kerzen eingedeckt, Schüsseln mit leckeren Salaten, ganze Platten mit Schinken, Crevetten und feinem Gemüse dekorativ darauf verteilt; und natürlich knallten die ersten Sektkorken. „Wir sind froh, dass auf dem Marktplatz einmal etwas Gediegenes gefeiert wird“, freute sich die Werner Schreitmüller und stieß mit seiner Gattin und Freundin Sylvia Wank aus Südafrika auf einen schönen Abend an. Nur weniger Meter entfernt nahmen das Pfarrersehepaar Franziska und Florian Link an einer langen Tafel Platz, während GHV-Chef Andrew Readwin und sein Vorstandsmitglied Helmut Siegloch noch nach einem schönen Plätzchen Ausschau hielten. Ein Gruppe hatte sogar einen kleinen Tischgrill mitgebracht.

Als kurz nach 19 Uhr die Netzwerkerinnen Birgit Klement, Ariane Willikonsky und Alexandra Licina von der Musikbühne aus die 1. Cannstatter Nuit Blanche eröffneten, galt ihr Dank natürlich den Sponsoren, dem Bezirksbeirat und den lokalen Vereinen, die allesamt durch ihre Mithilfe - zum Teil auch durch Zuschüsse - die Nuit Blanche erst ermöglicht hatten. „Denn wir sehen uns nicht als Konkurrenz zum bestehenden Veranstaltungskalender sondern als Ergänzung“, betonte Birgit Klement. Und als die drei Macherinnen verkündeten, dass 2012 sogar eine Oper auf dem Markplatz aufgeführt werden soll, gab es viel Applaus. „Allerdings dann nicht in weißer Kleidung sondern mit Gesellschaftsanzug und Abendkleid“, so Willikonsky.

Dass Musik zu einem gepflegten Dinner dazu gehört, versteht sich von selbst. Das Duo Stéphane & Didier servierte bis 22 Uhr feinste Chansons aus Frankreich. Und die Tanzschule Sascha Wolf unterhielt zunächst mit Flamenco-Vorführungen die Gäste, eh sie zu einem Tanzkurs in Sachen Foxtrott einluden. Da der Holzboden nicht geliefert wurde, hat man kurzerhand einen Teppich ausgerollt - gestört hat‘s keinen. „Für die erste Veranstaltung dieser Art sind wir hochzufrieden“, strahlten am Ende die drei Geschäftsfrauen. Und am kommenden Donnerstag geht es bereits weiter: Von 19 bis 21 Uhr gibt es erneut Tanzunterricht unter freiem Himmel auf dem Marktplatz zum Nulltarif.